MINT gewinnt!
Unter diesem Motto stand die letzte Januarwoche am Primo‑Levi‑Gymnasium in Berlin‑Weißensee. Gleich drei Veranstaltungen rückten TI-Nspire™ CAS, Mikrocontroller, Sensorik und Programmierung ins Rampenlicht – und zeigten eindrucksvoll, wie viel Neugier und Kreativität in Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften steckt.
Den Auftakt bildete der zweitägige Python‑Workshop für Lehrkräfte und Schüler aus dem gesamten MINT‑EC‑Netzwerk. Direkt danach folgte das zweitägige MINT‑Camp für Berliner Oberstufenschülerinnen und ‑schüler. Den Abschluss bildete ein kompakter Workshop zum MINT‑Tag für die zehnten Klassen des Primo‑Levi‑Gymnasiums.
Die Veranstaltungen waren konzipiert für jeweils 15 Personen – klein genug für intensive Betreuung, groß genug für lebhaften Austausch.
Lebhafte Stimmung und echte Teamarbeit
Was alle drei Formate verband, war die Energie im Raum. Es wurde gelacht, getüftelt, ausprobiert, verworfen und neu gedacht. Besonders schön zu beobachten: wie selbstverständlich Teams entstanden, die man so vielleicht nicht erwartet hätte.

Ein Highlight war das Duo aus einer Biologie‑ und Lateinlehrerin und ihrer Schülerin aus dem
Bio‑Leistungskurs. Gemeinsam entwickelten sie ein vollständiges Schere‑Stein‑Papier‑Spiel auf dem micro:bit.
Der Beschleunigungssensor erkennt das Schütteln, wählt zufällig ein Symbol aus und sendet das Ergebnis per Bluetooth an ein drittes micro:bit, das den Sieger ermittelt. Die Auswertesoftware wollen die beiden nun in ihrer Schule fertigstellen.
Ein wunderbares Beispiel dafür, dass nicht Python‑Vorkenntnisse entscheidend sind, sondern Lust, etwas Neues auszuprobieren.
Klassiker, kreative Erweiterungen und neue Ideen

Natürlich waren auch die beliebten Workshop‑Klassiker wieder dabei:
- der Bluetooth‑Rover, der sich präzise fernsteuern lässt
- die Füllstandsregelung mit Flüssigkeitssensor und Pumpe
- verschiedene Mess‑ und Steuerungsprojekte aus Physik und Technik

Besonders kreativ zeigte sich ein Schülerteam, das das bekannte Geschicklichkeitsspiel „ruhige Hand“ weiterentwickelte. Statt nur die Ösen nicht mit dem Draht zu berühren, mussten die Teilnehmenden nun Ösen in einer bestimmten Reihenfolge oder mehrfach berühren – gesteuert durch LEDs, die die Aufgabe vorgaben. Eine clevere Mischung aus Elektronik, Logik und Geschick.
KI als Werkzeug – nicht als Hürde
Neu in diesem Jahr war der bewusste Einsatz von KI‑Tools wie Copilot, Gemini oder ChatGPT zur Unterstützung der Python‑Entwicklung. Fast alle Teilnehmenden nutzten diese Werkzeuge erstaunlich routiniert – das wäre vor drei Jahren nicht denkbar gewesen. In einem kurzen Impulsvortrag wurden die wichtigsten Strategien erklärt, um KI sinnvoll in die Mikrocontroller‑Programmierung einzubinden. Das Ergebnis: schnellere Fortschritte, weniger Frust und mehr Zeit für kreative Ideen.
Ein Board für Zuhause – und viele neue Projekte im Kopf
Zum Abschluss durfte jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer ein eigenes BBC‑micro:bit im 3D‑Druck‑Gehäuse mitnehmen. Damit können die begonnenen Projekte im Unterricht oder zuhause direkt weitergeführt werden.
Das Feedback war eindeutig: Beim nächsten Workshop
sind wir wieder dabei!
